Horka verteidigt seine Zinnen — mitmachen!
Freitag, 16. März 2012Hier der aktuelle Stand unserer Aktion:
(für alle, die unsere Akion noch nicht kennen, folgt unter dem Chart eine kurze Beschreibung)

Verteidiger für Zinnen der Wehranlage Horka gesucht!
Eine Legende berichtet, dass in der Zeit der Hussitenkriege, die von 1419 bis 1439 das Königreich Böhmen erschütterten, die Wehrmauer erhöht wurde. Die Hussiten galten als furcht– und gnadenlose Krieger. Deshalb wollten sich die Horkaer vor ihnen schützen. Die Sage erzählt, damals hätte es in Horka 72 Familien gegeben. Jede Familie musste eine Zinne errichten und diese im Angriffsfall verteidigen. Heute sind noch 50 Zinnen sichtbar.
An dieser Legende wollen wir anknüpfen. Von unseren böhmischen Nachbarn wird die Wehrmauer nun nicht mehr bedroht. Aber der Zahn der Zeit hat der Mauer insbesondere den Zinnen stark zugesetzt.
Horka verteidigt seine Zinnen
Nicht gegen die Hussiten sondern gegen den Verfall
Seit Jahren bemühen sich die Kirchengemeinde Horka und der Verein „Historische Wehranlage in Horka“ e.V. um eine nachhaltige Instandsetzung der Wehrmauer in Horka. Im Finanzierungskonzept für die komplette Sanierung der Wehrmauer fehlen derzeit noch 50.000 Euro, die über einen Kredit gedeckt werden müssen, um die Maßnahme vollständig finanzieren zu können.
Der Verein „Historische Wehranlage in Horka“ e.V. ruft deshalb alle Horkaer und die Freunde unseres wunderbaren Denkmals auf, Patenschaften für je eine Zinne zu übernehmen.
Wir bieten Einzelpersonen, Familien, Freundesgruppen, Vereinen, Verbänden, Firmen und juristischen Personen an, für eine einmalige Zahlung von 500 Euro die Patenschaft für eine ausgewiesene Zinne zu übernehmen.
Aus der Patenschaft entstehen keine zukünftigen Verpflichtungen. Für die Patenschaft erhält der Pate ein Zertifikat und eine Spendenquittung. Darüber hinaus wird im Durchgang des Torhauses zur Wehranlage eine Galerie angelegt. In einer fotographischen Abwicklung der Wehrmauer wird unter dem jeweiligen Mauerabschnitt der Name des Paten bzw. der Patengruppe genannt. Dies soll mit dauerhaften Materialien ausgeführt werden, so dass in vielen Jahren noch die Beteiligung an der Restaurierung sichtbar sein wird.
Hiermit bitten wir Sie, sich intensiv an der Aktion zu beteiligen.
Erstes Teilstück der Wehrmauer ist saniert
Montag, 5. September 2011Die Sanierungsarbeiten am ersten Abschnitt der Wehrmauer sind fast abgeschlossen. Lediglich im Fundamentbereich wird in den nächsten Tagen noch gearbeitet.
(Stand: 5. Sept. 2011)



Ein Stück Wehrmauer wird saniert
Donnerstag, 11. August 2011Ein etwa 12 m langes Musterstück der Wehrmauer wird saniert. Dadurch sollen Erkenntnisse über die zu erwartenden Kosten und mögliche Probleme bei der Gesamtsanierung gewonnen werden.
Im Frühsommer startet die Sanierung der Wehrmauer Horka
Donnerstag, 17. März 2011An einem Musterabschnitt wird getestet, ob die geplanten Rettungsarbeiten rundrum funktionieren. Artikel aus Sächsische Zeitung (SZ) von Arkadius Guzy • GUZY.ARKADIUS@DD-V.DE
Die Wehrmauer in Horka wird nicht am Stück saniert. Architekt und Handwerker sollen zuerst an einem zwölf Meter langen Abschnitt praktische Erfahrungen sammeln. „Wir wollen alles durchexerzieren, was man für die Fertigstellung braucht”, sagt Frank-Ernest Nitzsche. Der Bauforscher ist mit der Planung betraut. „Wir haben uns bewusst eine Stelle herausgesucht, die komplexe Schäden aufweist”, so Nitzsche. So umfasst das Stück einen Einbruch von der Zinnenkrone bis zum Boden. Die Musterachse gibt letztlich Aufschluss über Aufwand und Kosten der kompletten Sanierung. (weiterlesen…)
Archäologin gräbt erste Teile des Wehrmauer-Geheimnisses aus
Montag, 7. März 2011Sächsische Zeitung (SZ) über die Ausgrabungsarbeiten an der Wehrmauer
von Arkadius Guzy • GUZY.ARKADIUS@DD-V.DE
Die Entstehung der Wehrmauer liegt im Dunkeln. Nun wird sie Schritt für Schritt erkundet.

Grabungstechnikerin Eva Lorenz dokumentiert den Verlauf der Erdschichten an der Wehrmauer in Horka. Foto: Rolf Ullmann
Ein kalter Wind weht durch die Bäume. Eva Lorenz steht halb gebückt in einer Grube und knipst mit einer Gartenschere Graswurzeln ab, die hineinragen. Die Grabungstechnikerin des Landesamts für Archäologie erforscht mit ihrem Kollegen die Wehrmauer in Horka.
So einzigartig das Bauwerk für die Region ist, so wenig ist über seine Entstehungsgeschichte bekannt. Der für Frühjahr geplante Beginn der Restaurierung der Anlage gibt eine Gelegenheit, das eine oder andere Geheimnis zu lüften. Innen und außen an der Mauer wurden deshalb Schürfe ausgehoben. Die etwa 1,20 Meter breiten Streifen geben einen Einblick in das Bodenprofil an der Anlage und die Bauweise der Mauer. (weiterlesen…)


