Horka verteidigt seine Zinnen — mitmachen!

Freitag, 16. März 2012

Hier der aktu­elle Stand unse­rer Aktion:

(für alle, die unsere Akion noch nicht ken­nen, folgt unter dem Chart eine kurze Beschrei­bung)
Stand der Zinnenpatenschaften am 22. April 2012

Ver­tei­di­ger für Zin­nen der Wehr­an­lage Horka gesucht!

Eine Legende berich­tet, dass in der Zeit der Hus­si­ten­kriege, die von 1419 bis 1439 das König­reich Böh­men erschüt­ter­ten, die Wehr­mauer erhöht wurde. Die Hus­si­ten gal­ten als furcht– und gna­den­lose Krie­ger. Des­halb woll­ten sich die Hor­kaer vor ihnen schüt­zen. Die Sage erzählt, damals hätte es in Horka 72 Fami­lien gege­ben. Jede Fami­lie musste eine Zinne errich­ten und diese im Angriffs­fall ver­tei­di­gen. Heute sind noch 50 Zin­nen sichtbar.

An die­ser Legende wol­len wir anknüp­fen. Von unse­ren böh­mi­schen Nach­barn wird die Wehr­mauer nun nicht mehr bedroht. Aber der Zahn der Zeit hat der Mauer ins­be­son­dere den Zin­nen stark zugesetzt.

Horka ver­tei­digt seine Zinnen
Nicht gegen die Hus­si­ten son­dern gegen den Verfall

Seit Jah­ren bemü­hen sich die Kir­chen­ge­meinde Horka und der Ver­ein „His­to­ri­sche Wehr­an­lage in Horka“ e.V. um eine nach­hal­tige Instand­set­zung der Wehr­mauer in Horka. Im Finan­zie­rungs­kon­zept für die kom­plette Sanie­rung der Wehr­mauer feh­len der­zeit noch 50.000 Euro, die über einen Kre­dit gedeckt wer­den müs­sen, um die Maß­nahme voll­stän­dig finan­zie­ren zu können.

Der Ver­ein „His­to­ri­sche Wehr­an­lage in Horka“ e.V. ruft des­halb alle Hor­kaer und die Freunde unse­res wun­der­ba­ren Denk­mals auf, Paten­schaf­ten für je eine Zinne zu übernehmen.

Wir bie­ten Ein­zel­per­so­nen, Fami­lien, Freun­des­grup­pen, Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Fir­men und juris­ti­schen Per­so­nen an, für eine ein­ma­lige Zah­lung von 500 Euro die Paten­schaft für eine aus­ge­wie­sene Zinne zu übernehmen.

Aus der Paten­schaft ent­ste­hen keine zukünf­ti­gen Ver­pflich­tun­gen. Für die Paten­schaft erhält der Pate ein Zer­ti­fi­kat und eine Spen­den­quit­tung. Dar­über hin­aus wird im Durch­gang des Tor­hau­ses zur Wehr­an­lage eine Gale­rie ange­legt. In einer foto­gra­phi­schen Abwick­lung der Wehr­mauer wird unter dem jewei­li­gen Mau­er­ab­schnitt der Name des Paten bzw. der Paten­gruppe genannt. Dies soll mit dau­er­haf­ten Mate­ria­lien aus­ge­führt wer­den, so dass in vie­len Jah­ren noch die Betei­li­gung an der Restau­rie­rung sicht­bar sein wird.

Hier­mit bit­ten wir Sie, sich inten­siv an der Aktion zu beteiligen.


Erstes Teilstück der Wehrmauer ist saniert

Montag, 5. September 2011

Die Sanie­rungs­ar­bei­ten am ers­ten Abschnitt der Wehr­mauer sind fast abge­schlos­sen. Ledig­lich im Fun­da­ment­be­reich wird in den nächs­ten Tagen noch gear­bei­tet.
(Stand: 5. Sept. 2011)

Wehrmauer Horka: sanierter Probeabschnitt

Wehrmauer Horka: sanierte Mauerkrone von oben

Detailansicht Wehrmauer Horka: saniert / unsaniert


Ein Stück Wehrmauer wird saniert

Donnerstag, 11. August 2011

Ein etwa 12 m lan­ges Mus­ter­stück der Wehr­mauer wird saniert. Dadurch sol­len Erkennt­nisse über die zu erwar­ten­den Kos­ten und mög­li­che Pro­bleme bei der Gesamt­sa­nie­rung gewon­nen werden.

Ein Musterabschnitt der Wehranlage wird saniert (wei­ter­le­sen…)


Im Frühsommer startet die Sanierung der Wehrmauer Horka

Donnerstag, 17. März 2011

An einem Mus­ter­ab­schnitt wird getes­tet, ob die geplan­ten Ret­tungs­ar­bei­ten run­drum funk­tio­nie­ren. Arti­kel aus Säch­si­sche Zei­tung (SZ) von Arka­dius Guzy • GUZY.ARKADIUS@DD-V.DE

Die Wehr­mauer in Horka wird nicht am Stück saniert. Archi­tekt und Hand­wer­ker sol­len zuerst an einem zwölf Meter lan­gen Abschnitt prak­ti­sche Erfah­run­gen sam­meln. „Wir wol­len alles durch­ex­er­zie­ren, was man für die Fer­tig­stel­lung braucht”, sagt Frank-Ernest Nitz­sche. Der Bau­for­scher ist mit der Pla­nung betraut. „Wir haben uns bewusst eine Stelle her­aus­ge­sucht, die kom­plexe Schä­den auf­weist”, so Nitz­sche. So umfasst das Stück einen Ein­bruch von der Zin­nen­krone bis zum Boden. Die Mus­ter­achse gibt letzt­lich Auf­schluss über Auf­wand und Kos­ten der kom­plet­ten Sanie­rung. (wei­ter­le­sen…)


Archäologin gräbt erste Teile des Wehrmauer-Geheimnisses aus

Montag, 7. März 2011

Säch­si­sche Zei­tung (SZ) über die Aus­gra­bungs­ar­bei­ten an der Wehr­mauer
von Arka­dius Guzy • GUZY.ARKADIUS@DD-V.DE

Die Ent­ste­hung der Wehr­mauer liegt im Dun­keln. Nun wird sie Schritt für Schritt erkundet.

Grabungstechnikerin Eva Lorenz dokumentiert den Verlauf der Erdschichten an der Wehrmauer in Horka. Foto: Rolf Ullmann

Gra­bungs­tech­ni­ke­rin Eva Lorenz doku­men­tiert den Ver­lauf der Erd­schich­ten an der Wehr­mauer in Horka. Foto: Rolf Ullmann

Ein kal­ter Wind weht durch die Bäume. Eva Lorenz steht halb ge­bückt in einer Grube und knipst mit einer Gar­ten­schere Graswur­zeln ab, die hin­ein­ra­gen. Die Gra­bungstechnikerin des Lan­des­amts für Archäo­lo­gie erforscht mit ih­rem Kol­le­gen die Wehr­mauer in Horka.

So ein­zig­ar­tig das Bau­werk für die Region ist, so wenig ist über sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schichte be­kannt. Der für Früh­jahr geplante Beginn der Restau­rie­rung der Anla­ge gibt eine Gele­gen­heit, das eine oder andere Geheim­nis zu lüf­ten. Innen und außen an der Mauer wur­den des­halb Schürfe ausgeho­ben. Die etwa 1,20 Meter brei­ten Strei­fen geben einen Ein­blick in das Boden­pro­fil an der Anlage und die Bau­weise der Mauer. (wei­ter­le­sen…)